Im Rahmen der Behandlung der Lerntheorie wird ein Nachtrag zur Definition des Begriffes Markentreue erforderlich. Oft werden die Begriffe Markentreue und Habitualisierung gleichgesetzt oder Markentreue als eine Form der Habitualisierung betrachtet. Wie sich aus Jacobys Definition von Markentreue ableiten läßt, fallen unter diesen Begriff nicht solche Entscheidungen, die zwar zum Wiederkauf der gleichen Marke führen, die jedoch aufgrund eines extensiven Entscheidungsprozesses und nicht aufgrund einer Voreingenommenheit getroffen werden. Das heißt, markentreue Entscheidungen sind nur solche, bei denen der Entscheidungsprozeß durch die Einbringung von Lernerfahrungen verkürzt ist. Auch bei Habitualisierung findet eine Verkürzung statt. Bei habitualisierten Kaufentscheidungen kann man jedoch sagen, daß der Entscheidungsprozeß gar nicht mehr existiert, sondern von Lernerfahrungen ersetzt wird. Katona sagt zu habituellem Verhalten: “Hier gibt es daher kein Überlegen und kein Wählen. Reize rufen Reaktionen in fest begründeten Bahnen hervor, unbeeinflußt von wechselnden Motiven und Einstellungen. Diese Art des Verhaltens … dient … Konflikten zu entgehen.” Markentreues und habitualisiertes Entscheiden unterscheiden sich durch das Maß, in dem kognitive Prozesse in die Entscheidungsfindung eingreifen. Während bei habituellem Verhalten die kognitive Beteiligung grundsätzlich nicht stattfindet – oder wie Tostmann es ausdrückt “nicht vorhandene Bewußtseinsprägnanz” – ist Markentreue durch ein Mindestmaß an kognitiver Beteiligung gekennzeichnet. Jeuland unterscheidet die Begriffe
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